Der Stellvertreter Jesu auf Erden
wer es nach der Bibel wirklich ist

Im Zusammenhang mit dem Papst wird immer wieder behauptet, er sei der Stellvertreter Jesu auf Erden.

Es geht hier nicht darum, die Aufgabe des Pabstes kleinzureden oder verächtlich zu machen. Er hat für eine Kirche über Jahre hinweg die Weichen gestellt, hat die Lehrrichtung festgelegt und viel Gutes bewegt. Dafür hat er Anerkennung und Hochachtung verdient.

Was sagt die Bibel jedoch zu bestimmten Dingen, die in der Öffentlichkeit als biblische Wahrheit dargestellt werden, nur weil sie sich um die Person des Papstes drehen.

Behauptung: Der Papst ist der Stellvertreter Jesu auf Erden

Richtig ist, daß er der gewählte Führer der katholischen Kirche ist. Er ist nicht der Sprecher der Christen, sondern nur der Katholiken.

Wenn er der Stellvertreter Jesu wäre, aber nur für die Katholiken zuständig ist, würde Jesus alle anderen Christen vergessen. Und das tut Jesus mit Sicherheit nicht.

Im Johannesevangelium Kapitel 16 sagt Jesus zu seinen Jüngern, daß es gut ist, daß er zum Vater geht, weil sonst der Heilige Geist nicht kommen könne. Jesus geht - der Heilige Geist kommt ! Damit ist die Stellvertreterfrage eindeutig definiert. Gott bestimmt für sein Werk keinen Menschen auf der Erde als Nachfolger, sondern seinen Geist. Aber er arbeitet mit Menschen zusammen.

Die vielzitierte Stelle: ...Petrus, Du bist der Fels, auf diesen will ich meine Gemeinde bauen,... läßt nicht automatisch den Schluß zu, daß dies eine Stellvertreterfunktion darstellt. Ein Gemeindeleiter, ein Apostel - ja, aber selbst Petrus konnte und kann den Heiligen Geist auf der nicht Erde ersetzen. Gott sei gedankt dafür.

Behauptung: Der päpstliche Segen: Urbi et Orbi beinhaltet auch den Sündenablass für alle Menschen, die ihn in gläubiger Haltung empfangen.

Richtig ist, daß Sünden nicht durch einen Segen erlassen werden, sondern durch die bewußte Inanspruchnahme des Blutes Jesu unter Bekennen der Sünde.

Im 1. Johannesbrief, Kapitel 1 Vers 9: Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er (Jesus) treu und gerecht, daß er uns die Sünde vergibt und uns von aller Ungerechtigkeit reinigt.

Behauptung: Maria die Mutter Gottes, ist Fürsprecherin und Helferin

Richtig ist, daß Maria nicht die Mutter Gottes ist, sondern die Mutter Jesu. Sie war und ist eine gläubige Frau gewesen, die gestorben ist und sicherlich im Reich Gottes sein wird. Zusammen mit einer unübersehbaren Anzahl von Gläubigen.

Es gibt keinen biblischen Beweis, daß sie in den Himmel auffuhr. Jeder Mythus um Maria beruht auf Legenden und Geschichten, die zum Dogma hochgefahren wurden.

Sie kann keine Fürsprecherin sein, ebensowenig die sogenannten "Heiligen". Gott läßt es nicht zu. Gott dem Vater und Jesus dem Sohn hat es alles gekostet einen Heils- und Versöhnungsweg zu finden. Jesus ist diesen bis zum Tod gegangen- einen fürchterlichen Weg. Er wird diese Funktion des Erlösers und Vermittlers mit niemanden teilen.
Die Bibel sagt eindeutig, daß es nur einen Fürsprecher, einen Vermittler vor Gott gibt, und das ist Jesus Christus selbst.
1. Timotheus 2, Vers 5 sagt: Denn es ist nur ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus.

Vieles was gelehrt wird ist Jahrhunderte alt. Aber das heißt nicht, daß es automatisch richtig ist. Nur weil etwas lang genug behauptet wird, wird es noch nicht zur Wahrheit.

Daß sich auch die Päpste auf die Fürsprache und Hilfe der Maria stützen und berufen, ist schade.

Die ganze Thematik kann sicherlich noch viel komplexer betrachtet werden, führt hier aber zu weit. Die einzige Wahrheit und ewig Beständige ist das Wort Gottes.

Der Papst braucht sicherlich unser Gebet, denn er hat keine leichte Aufgabe.

Gott segne ihn, gebe ihm Weisheit bei seinen Entscheidungen und Erkenntnis durch den Heiligen Geist.