AUF EIN NEUES!?

  Lange habe ich mich darauf vorbereitet, das richtige Wetter abgewartet, den Wecker gestellt. Früh bin ich losgezogen an den ultimativen Platz für meine Aufnahmen. Und alles ist genauso, wie ich es erträumt habe: Die ersten Sonnenstrahlen blitzen hinter dem Berg hervor, die Kontraste rauben mir den Atem. Alles passt. Zur Probe habe ich bereits ein paar Fotos gemacht. Und dann der GAU: Meine Kamera versagt. Die Batterien sind leer. Es ist nicht zu fassen! Vor mir läuft unaufhaltsam mein Traum-Sonnenaufgang ab; das Licht spiegelt sich auf Dächem.. tanzt über rnillionen von Blättern. Und ich stehe einfach nur da, den nutzlosen Apparat in der Hand - ohne jede Möglichkeit, dieses geniale Naturschauspiel auf einen Film zu bannen! Es ist zum Heulen ... Klar, am Tag zuvor hätte ich noch die Batterien überprüfen können - ach was, MÜSSEN! Genau diesen einen Punkt habe ich in meinen Vorbereitungen übersehen. Und das passiert mir! Das ist nicht nur bitter, sondern oberpeinlich. Doch all die "Hätte", "Wenn" und "Aber" können nichts mehr ändern. Fakt ist: Ich habe eine Chance vertan. Und was für eine! Aber was soll's. Jetzt heißt es: Durchatmen und ... auf ein Neues!

Unsere vertanen "Lebens-Chancen" lassen sich meist nicht so leicht wiederholen wie das Foto eines Sonnenaufgangs. Wiederholungen im echten Leben kosten Zeit, Tränen, Vertrauen und das Überwinden der riesigen Barriere, die sich "Blamage" nennt. Vielleicht halten dir Lehrer, Eltern und Freunde vor, du hättest ja mehr lernen können, dann müsstest du nicht die "Ehrenrunde" drehen. Klar, sie haben Recht. Aber es gibt mehr als nur den Lernfaktor. Deine Runde kostet dich ein Jahr. Mindestens.

Vielleicht hast du leichtfertig eine Beziehung aufs Spiel gesetzt. Einfach drauflos leben / lieben wolltest du. Heute stehst du vor den Trümmern dieser Beziehung. Kitten ist nicht und neu anfangen kaum denkbar. Diese Runde kann nur schwer wiederholt werden.

Andere Entscheidungen werden getroffen, die niemals rückgängig gemacht werden können. "Ich möchte von der Erfahrung mit meiner Abtreibung schreiben. Ich habe im Mai 1998 meinem Kind das Leben genommen... ", so beginnt ein erschütternder Bericht, den du im Web unter www.nightlight.de/soul/content_abtreibung.asp komplett nachlesen kannst.

Entscheidungen haben Auswirkungen. Und viele Ungute haben Schuldgefühle zur Folge. Nein, nicht sofort. Am Anfang ist im Überschwang alles easy, und keiner denkt an später. Erst wenn sich die Emotionen verabschiedet haben und nur noch die nackten Tatsachen zurückgeblieben sind, wird das echte Ausmaß deines Beschlusses deutlich sein.

Wer an Jesus Christus glaubt, darf mit seiner Schuld, seinem Versagen, seiner Trauer, mit allen Enttäuschungen und seiner Mutlosigkeit zu ihm kommen. Darf um Vergebung bitten. Wer sein Leben dem Auferstandenen anvertraut hat, weiß um die tiefe Wahrheit dieser Zusage: "Ich suchte den Herrn, und er antwortete mir, und aus allen meinen Ängsten rettete er mich." (Psalm 34, 5)

Keine Einladung zu einem willkürlichen Leben, sondern die Gewissheit, dass es nach dem Versagen bei Jesus einen Neuanfang gibt. Ehrenrunden werden dir nach Fehlentscheidungen oder Versäumnissen nicht erspart bleiben. Genauso wenig werden Trauer und Reue dadurch eliminiert, dass du es allen zeigst. Hör doch diese Zusage zum Neuanfang! Bei Jesus ist der einzige Ort in unserer Welt, wohin du mit deiner Schuld gehen, sie abladen kannst. Dann wirst du durch deine Trauer und Tränen hindurch den Neuanfang sehen. Gott dreht dir - egal was du getan hast - nicht den Rücken zu. Er lässt dich mit deiner Lebensangst nicht allein. Die Verheißung steht: Wer mich sucht, dem antworte ich! Es ist eine Antwort, die deine Ängste wegnimmt. Bitte lass dich darauf ein!

 
 
mit freundlicher Genehmigung von

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